| Quelle: HILPOLTSTEINER KURIER | Datum: Montag, 18. Mai 2009 |
Abschiedsparty mit Luftballons
Vor dem Anrücken der Abrissbagger war im alten Pumpenfabrik-Gelände Feiern angesagt
Eine Abrissparty zum Abschied. Die Pumpenfabrik Hilpoltstein hatte kurz vor dem Abriss ihres ehemaligen Areals in der Lohbachstraße zum Feiern auf das Gelände in der Innenstadt eingeladen.
HILPOLTSTEIN (ts) - Es waren weit mehr als 99 Luftballons auf ihrem Weg zum Horizont: Mehrere hundert orangefarbige Luftballons mit dem markanten Schraubenmännchen der Pumpenfabrik schwebten noch eine kurze Zeit über das bald der Vergangenheit angehörende Hilpoltsteiner Speckpumpenwerk, ehe sie in der Ferne verschwanden.
Kreuzfahrtgewinn?
Einer von ihnen verhilft seinem ehemaligen Besitzer vielleicht sogar zu einer Kreuzfahrt. Denn im Rahmen der großen "Abrissparty" auf dem Hilpoltsteiner Speckpumpen-Betriebsgelände fand ein großer Luftballonwettbewerb statt. Viele Speckpumpen-Mitarbeiter, darunter die meisten von denen, die inzwischen in das neue Werk im Sindersdorfer Gewerbegebiet umgezogen sind, feierten in einer der inzwischen leerstehenden Fabrikhallen noch einmal eine große Fete. Bei dieser Abrissparty drang kein Fabriklärm durch die Hallenwände, sondern die stimmungsvolle Musik der Band "Mirage". Viele Partygäste hatten ihre ganze Familie mitgebracht, für den Nachwuchs stand dafür in einer Ecke auch eine Hüpfburg parat. In der anderen Ecke der leeren Hallen wurde kräftig das Tanzbein geschwungen, und auch für das leibliche Wohl war aufs Beste gesorgt.
"Heilig Hallen"
Besonders die Cocktails erfreuten sich bei den Partygästen großer Beliebtheit, damit ließ sich vortrefflich auf die alten Zeiten anstoßen, die man gemeinsam in diesen "heiligen Hallen" verbracht hatte.
Bis zum endgültigen Abriss der früheren Fabrik am Lohbach wird aber wohl noch einige Zeit ins Land gehen, danach ist auf dem großen Gelände unter anderem ein Wohngebiet mit mehreren Einfamilienhäusern geplant.
| Quelle: HILPOLTSTEINER KURIER | Datum: Mittwoch, 13. Mai 2009 |
"Wiege des Speck" wird abgerissen
Marodes Firmengebäude in der Lohbachstraße weichen Neubaugebiet
Hilpoltstein (HK) Mit einem rauschenden Fest setzt Speck Pumpen Hilpoltstein den Schlusspunkt hinter die über 80-jährige Geschichte des Firmengebäudes an der Lohbachstraße. Am Freitag, 15. Mai, steigt dort eine öffentliche Abrissfeier. Auf dem Gelände sollen später 15 bis 16 Einfamilienhäuser gebaut werden.
"Das ist die Wiege des Speck", sagte der Firmeninhaber Thomas Winter gestern etwas wehmütig, als er durch die abbruchreifen Hallen schritt. 1925 war hier die erste Produktionsstätte des mittlerweile weltweit agierenden Pumpenherstellers. Vor einem halben Jahr verließ Speck Hilpoltstein die maroden Gebäude und zog in einen Neubau im Gewerbegebiet Sindersdorf um.
Die alten Hallen werden seit Wochen leer geräumt. "Alles, was wir nicht mehr brauchen und was noch einen Marktwert hat, wird verkauft", erklärte Winter.
"Und wenn das letzte Teil draußen ist, wird abgerissen". Das soll in etwa vier bis sechs Wochen sein.
Auf dem 16 000 Quadratmeter großen Areal des Pumpenherstellers waren zunächst rund 30 Kettenhäuser in dichter Bebauung geplant. Doch davon ist Winter mittlerweile abgerückt. Ein neuer Plan sieht 15 bis 16 Parzellen für Einfamilienhäuser vor, die Grundstücksgröße variiert von 500 bis 920 Quadratmeter. Zudem ist eine 5000 Quadratmeter große Grün- und Biotopfläche vorgesehen. Die Preise sollen sich auf ortsüblichem Niveau bewegen, so Winter. Einige seiner Mitarbeiter hätten schon Interesse gezeigt, sich dort ein Haus zu bauen. Die künftigen Bauherren müssten sich keine Sorgen um Altlasten machen. "Die Gefährdung von Grundwasser und der Luft ist vollkommen ausgeschlossen", erklärte der von Winter beauftragte Ingenieur Harald Deichl aus München.
Der Unternehmer Thomas Winter hatte die Firma in schwierigen Zeiten übernommen. Die Firma Speck Pumpen Hilpoltstein war insolvent, als Winter sie 2006 kaufte. "Ich habe die richtigen Weichen gestellt", erklärte der Geschäftsführer. Während andere Unternehmen von der Wirtschaftskrise geschüttelt werden, geht es bei Speck Hilpoltstein steil bergauf. Im ersten Quartal 2009 hat die Firma im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Umsatzzuwachs von 45 Prozent. "Das ist ein Rekordergebnis. Das war noch nie da in der Firmengeschichte."
Die Zahl der Mitarbeiter ist von 64 auf 78 gestiegen. Winter führt seinen Erfolg darauf zurück, dass er auf Nischen wie Rohstoffgewinnung gebaut hat.
Die Pumpen aus Hilpoltstein werden zum Beispiel bei der Förderung und dem Transport von Öl eingesetzt. "Nischen funktionieren auch in Krisenzeiten", so Winter. "Wir stehen gut da."
Und es könnte noch besser werden. Winter steht nach eigener Aussage "kurz vor einem Vertragsabschluss mit einem Kunden aus den Emiraten". Sollte der Auftrag wirklich kommen, müsste sogar das Gebäude erweitert werden.
Vor dem Abriss der alten Hallen gibt es noch ein großes Fest, das am Freitag um 16 Uhr beginnt. Um 18:30 Uhr steigt ein Luftballonwettbewerb. Der Besitzer des Luftballons, der am weitesten fliegt, gewinnt eine Kreuzfahrt. Denn auch auf der Aida, so Thomas Winter, würden Speck-Pumpen eingesetzt. Zur Unterhaltung spielt die Liveband Mirage, ab 21:00 Uhr unterhält ein DJ und die Cocktailbar wird geöffnet. Der Eintritt ist frei.
| Quelle: HILPOLTSTEINER KURIER | Datum: Freitag, 24. April 2009 |
Mädchen in Männerdomäne
Girls' Day im Landkreis Roth
HILPOLTSTEIN (HK) 30 Metallteile liegen verstreut auf der Palette zu Füßen von Kristin Böhm (12) und Jasmina Ennali (13). Die Teile gehören zu einer Norm-1-Pumpe. Sie soll einmal den Maschinenraum eines norwegischen Schiffs mit Frischwasser versorgen. Die beiden Allersberger Hauptschülerinnen haben am bundesweiten Girls´ Day die Schule mit der lauten Werkhalle der Hilpoltsteiner Firma Speck-Pumpen getauscht. Sie arbeiten für einen Tag dort, wo sonst nur Männer zu finden sind.
Der Monteur Ottmar Karl greift nach der Klarsichthülle mit dem Werkstattauftrag. „Hier steht alles genau drauf“, erklärt er den Mädchen. Der Pumpenkorpus ist schwer. Zu schwer, um ihn mit der Hand auf die Werkbank zu hieven. Karl hakt die Ösen des mobilen Krans ein und schwupp – schon steht das massive Teil auf der Bank.
„Es sind keine großen Lasten mehr zu heben“, stellt Geschäftsinhaber Thomas Winter fest. „Da hat sich viel geändert in den letzten fünf bis zehn Jahren.“ Mädchen sind ihm im Betrieb willkommen. „Sie sind absolut gleichwertig, wenn nicht sogar besser, weil sie mehr lernen wollen.“ Winter wirft einen Blick in die Halle, wo die Mädchen mit dem Pumpenbau rasch vorankommen. „Die Pumpe ist gleich fertig, wir verlieren gar nicht so viel an Produktionskapazität durch unsere beiden Mitarbeiterinnen“, sagt Winter lächelnd.
Ottmar Karl gibt gerade im Neonlicht der Fabrikhalle die nächsten Anweisungen. „Wir müssen das Pumpenrad vom Staub befreien“, sagt er und drückt der zierlichen Jasmina das Druckluftgerät in die Hand. „Vielleicht ist ja ein toter Fisch drin“, scherzt er. Als sie den Hebel drückt, schießt die Luft mit lautem Zischen heraus. Jasmina erschrickt und zuckt zurück. Teil für Teil setzen die Mädchen unter den wachsamen Augen des Monteurs die Teile zusammen, bis die Pumpe fertig ist. „Dann kommt sie auf den Prüfstand, wird lackiert und versendet“, kündigt Karl an.
Speck Pumpen Hilpoltstein ist zum ersten Mal beim Girls‘ Day dabei. „Angesichts des drohenden Fachkräftemangels ist es wichtig, dass auch Mädchen mechanische Berufe ergreifen“, sagt Winter. Er sieht auch die Eltern in der Pflicht. „Das ist noch nicht ganz in den Köpfen angekommen.“ Sein Betrieb sei offen für Bewerbungen von Frauen und Mädchen. „Wir haben den Betrieb nach dem Umzug mit Toiletten und Duschen so ausgerichtet.“ Er selbst sei von weiblichen Führungskräften umzingelt. „Ich fahre sehr gut damit, denn Frauen haben einen anderen Blick, wenn es um die Zukunftsentwicklung geht.“
Im Landkreis Roth haben sich rund 60 Betriebe am gestrigen Girls‘ Day beteiligt. Sie stellten 480 Plätze zur Verfügung. „Und das trotz Wirtschaftskrise, das ist toll“, freut sich Laura Abt vom Kreisjugendring, die für die Organisation mitverantwortlich ist. Die Teilnehmerinnen besuchen zum Beispiel die Polizeiinspektion Hilpoltstein, die Bundeswehr Roth, die Wehrtechnische Dienststelle in Greding oder eine Zimmerei. „Wir können ein breites Spektrum anbieten“, sagt Laura Abt. „Es ist wichtig, dass Mädchen in technische Berufe schnuppern können.“
| Quelle: donaukurier.de | Datum: 18. März 2009 |
Die Krise als Chance
Hilpoltstein (HK) Die Krise ist auch im Landkreis Roth angekommen. Aber so schwarz wie manche Wirtschaftsweise sehen viele Betriebe die Lage nicht. Gerade Mittelständler kommen oft ungeschoren weg, manche profitieren sogar, sofern sie nicht in der Autobranche tätig sind.
"Man muss differenzieren", sagt Karl Scheuerlein, Geschäftsführer der Unternehmerfabrik Landkreis Roth. "Der Baubranche zum Beispiel geht es richtig gut." Auch an den Bereichen Konsum, Lebensmittel, Medizintechnik und erneuerbare Energien wirke sich die Krise nicht negativ aus. Kleinmittelständische Unternehmen, die breit aufgestellt seien oder sich mit manchen Produkten spezialisiert hätten, würden kaum Auswirkungen spüren. Die Stimmung sei zwar nicht positiv, aber keinesfalls trübsinnig.
"Die Krise ist auch bei uns angekommen, aber der starke Einbruch ist bisher an uns vorüber gegangen", sagt Thorsten Völker, Sprecher der Geschäftsleitung der Firma Bayka in Roth. Das Unternehmen mit 250 Mitarbeitern am Standort produziert zwar Kabel, aber nicht wie Leoni für Autos, sondern vor allem für die Bereiche Telekommunikation und Energieversorgung. Das sind derzeit keine Krisenbranchen. "Kurzarbeit ist noch kein Thema bei uns", sagt Völker, "aber wir stehen in Diskussion mit der Belegschaft." Für März und April schließt der Bayka-Sprecher Kurzarbeit aus, wie es danach weitergeht, möchte er nicht prognostizieren. "Die Unsicherheit ist überall da, eine reduzierte Nachfrage ist schon zu spüren."
Wann die Talsohle erreicht ist, weiß auch Thorsten Völker nicht. "Wir hören jeden Tag neue Zahlen." Aus der Politik und aus den Medien. "Die Zahlen deuten nach unten", räumt Völker ein, "aber ab welchem Niveau wird es gefährlich" Manches sei sicher nur eine Bereinigung von Fehlentwicklungen. Das größte Problem sieht Völker in der Bankenlandschaft. Die sei leider noch nicht so stabil, dass sie zur Beruhigung des Marktgeschehens beitragen werden.
"Wir können froh sein, dass wir unsere regionalen Banken haben", sagt Karl Scheuerlein von der Unternehmerfabrik. "Einige Ansiedlungen laufen mit Hochdruck." Wer expandieren wolle, tue dies – auch jetzt. Ein großer Autologistiker habe sein Ansiedlungsvorhaben allerdings auf Eis gelegt, ansonsten sei der Landkreis gut aufgestellt.
Man profitiere von der Lage im Speckgürtel der Metropolregion Nürnberg. Aus dieser Region kommen die meisten ansiedlungswilligen Betriebe. Sie schätzten, so Scheuerlein, die gute Infrastruktur des Landkreises und das vorhandene reichhaltige und qualifizierte Mitarbeiterpotenzial. "Wir haben viele qualifizierte Facharbeiter und Spezialisten, die bislang täglich nach Nürnberg, Fürth, Erlangen sowie nach Ingolstadt und in die Oberpfalz pendeln und ansiedlungswilligen Firmen auch im Landkreis Roth zur Verfügung stünden. Aktuell betreuen wir drei Firmen, die ihre Betriebsstätten im Osten auflösen und sich auf Grund unserer Standortvorteile wieder auf die Region konzentrieren und zurückkommen möchten", sagt Scheuerlein.
Vorteile, die vielen erst in der Krise klar werden. Manche Unternehmer gehen sogar noch einen Schritt weiter. Sie sehen die Krise als Chance, wie Wolfgang Krüger, Geschäftsführer der Firma Speck-Pumpen Walter Speck GmbH & Co. KG in Roth. "Wir haben nun jahrelang zweistellige Zuwachsraten eingefahren, und nähern uns jetzt wieder normaleren Werten. Aktuell schulen wir unsere Mitarbeiter und versuchen mit innovativen Produkten neue Märkte zu erschließen. Nach einer zu erwartender Marktbereinigung, werden wir gestärkt aus der Krise hervorgehen und uns für die nächsten Jahre zukunftsfähig ausgerichtet haben."
Von der Wirtschaftskrise betroffen und gleichzeitig nicht betroffen ist Keller & Kalmbach: Der Konzern hat laut Pressesprecher André Kranz für rund 250 Mitarbeiter Kurzarbeit angemeldet, "so für vier bis fünf Monate". In Hilpoltstein aber bleibe alles beim Alten. "Zurzeit läuft noch immer der Innenausbau im Zentrallager", sagt Kranz, Schritt für Schritt gehe es ab April an die Inbetriebnahme.
"Wir haben einen Auftragsrückgang von 15 bis 20 Prozent, sagt dagegen Thomas Triltsch, Geschäftsführer der Hilpoltsteiner Firma Kegler. Die stärksten Einbrüche verzeichnet er im Automobilsektor aber auch im allgemeinen Maschinenbau. Weniger wirkt es sich bislang auf die Medizin- und die Luftfahrttechnik aus.
Kegler hat vorsorglich Kurzarbeit für rund zehn Prozent seiner Arbeiter angemeldet, aber noch sind alle ganz normal im Dienst. "Wir sehen diese Anmeldung eher als Sicherheitsventil."
Triltsch ist überzeugt, dass die Talsohle der Krise erreicht ist. "In der Automobilindistrie gehe ich nach Gesprächen mit den Firmen davon aus, dass es in der zweiten Jahreshälfte wieder aufwärts geht."
Ganz entgegen des Trends in anderen Firmen läuft der Betrieb bei Speck-Pumpen auf Hochtouren. "Wir haben zwar bei Pumpen für den Containerschiffsbau leichte Lieferverschiebungen, aber unsere Auftragsbücher sind für 2009 und 2010 gut gefüllt", sagt Geschäftsführer Thomas Winter. "Wir hatten im Januar und Februar zweistellige Zuwachsraten."
Speck helfe vor allem die Speziallisierung auf Pumpen, die nicht in Serie hergestellt werden können. "Wir bieten Nischenprodukte, die immer wieder neu berechnet und neu angepasst werden müssen – und wir fahren damit sehr gut." Winter rechnet zwar mit einem Anhalten der Krise bis Mitte oder Ende des zweiten Quartals, ist aber fest davon überzeugt, dass sie an Speck vorbeigeht. Von Kurzarbeit ist bei Speck keine Rede. "Ganz im Gegenteil, wir suchen derzeit Leute, schalten Stellenanzeigen."
| Quelle: donaukurier.de | Datum: 30. Dezember 2008 |
Mit Volldampf aus der Krise
Das Jahr 2006 hat für das renommierte Hilpoltsteiner Unternehmen Speck Pumpen denkbar schlecht begonnen: Es schlitterte in die Insolvenz. 2009 wird sehr gut beginnen: Am neuen Firmengelände florieren die Geschäfte und die Existenzangst der Mitarbeiter ist Freude über weitere Kollegen gewichen.
2008 ist ein gutes Jahr für das Traditionsunternehmen, der Zeitpunkt für einen solchen Neuanfang samt Aufschwung könnte nicht besser sein: Im kommenden Jahr feiert Speck Pumpen 100-jähriges Bestehen.
Nach Feiern war der Belegschaft vor drei Jahren allerdings nun wahrlich nicht zumute. Fernöstliche Konkurrenz drückte die Verkaufspreise, erhöhte Rohstoffpreise verteuerten die Produktionskosten. Zwei der wichtigsten Faktoren, die das Unternehmen betriebswirtschaftlich immer mehr in die Enge trieben, bis es im Februar 2006 schließlich einen Insolvenzantrag stellen musste. Das Insolvenzverfahren wurde am 1. April jenen Jahres eröffnet, stellte sich aber nicht als schlechter Scherz, sondern als eine bitterernste Angelegenheit heraus. Die in München und Nürnberg ansässigen Insolvenzverwalter Werner Pöhlmann und Stefan Oppermann nahmen sich der Firma an. Sie fanden ein zahlungs- und handlungsunfähiges Unternehmen vor.
Überschuldet allerdings war es noch nicht. Man war der Meinung, dass der Betrieb durchaus fortgeführt werden konnte und deshalb nicht zerschlagen werden musste, erklärt Oppermann. Ein rettender Investor musste also her. Der wurde bald gefunden: Thomas Winter, der bereits einem Lüftungsbauunternehmen der Region neuen Lebensatem einblies. Nun also sollte er bei Speck das Wasser abpumpen, das der Firma bis zum Hals stand.
Specks Markenzeichen sind hochleistungsfähige Kreiselpumpen für weltweite Kunden aus den verschiedensten Industriebereichen. Das Unternehmen hat seine Nische im global immer wichtiger werdenden Energiemarkt gefunden und kann so wohl zuversichtlich in die Zukunft blicken.
Winter krempelte die Ärmel hoch und legte los: Im August 2006 übernahm er wesentliche Bestandteile der Firma und begann mit seinem Team den Sanierungsprozess: "Wir haben Defizite aufgearbeitet und Managementfehler beseitigt", sagt Winter. Nachdem man sich einen Überblick über die Lage verschafft hatte, wurden Kompetenzbereiche neu gegliedert, Betriebsabläufe optimiert und damit Kosten reduziert. Die Umstrukturierung zeigte Sofortwirkung: Bereits im September 2006 habe man neue Mitarbeiter einstellen können, so Winter.
Um das Unternehmen weiter zu konsolidieren, strebte er weiteres Wachstum an. Doch genau jenes war am alten Firmengelände in Hilpoltstein nicht mehr erreichbar. So entschloss man sich gegen Sanierung und Erweiterung am Altstandort und ging mutig in die Offensive. Im August 2007, also ein Jahr nach der Übernahme, beantragte Winter einen Neubau am Gewerbegebiet Sindersdorf an der Autobahn. "Die Gemeinde war begeistert", schildert Winter die Reaktionen aus dem Rathaus: Denn nicht nur das Unternehmen war gerettet, sondern auch der Standort gesichert.
Ende 2007 zog man beeindruckende Zwischenbilanz: Der Umsatz in jenem Geschäftsjahr war im Vergleich zu den beiden Vorjahren um 30 Prozent gestiegen. Die gute Auftragslage setzte sich fort.
Im April 2008 erfolgt der erste Spatenstich für das neue Firmengebäude – erneut kein Aprilscherz, aber diesmal ist allen Beteiligten deutlich mehr zum Lachen zumute als im April 2006. Im November nun kann das neue Domizil offiziell eingeweiht werden. Gerade rechtzeitig, um der "extrem gestiegenen Auftragslage" (Winter) gerecht zu werden. Neues Gebäude und neue Betriebsabläufe seien zudem optimal aufeinander abgestimmt, zeigt sich der Unternehmer erfreut.
Insgesamt hat das Areal eine Größe von 11 000 Quadratmetern, "die wir auch brauchen", erklärt Winter. Zudem habe er bereits die Zusage, in Richtung Westen wie Norden den Standort auf insgesamt 27 000 Quadratmeter ausdehnen zu dürfen. Erfreut man sich weiterhin so zahlreicher Aufträge wie in jüngster Zeit, werde man diese Option vielleicht schon früher als erwartet in Anspruch nehmen, prophezeit Winter.
| Quelle: Marlen | Datum: Dezember 2008 - Januar 2009 |
Offizielle Einweihung und Segnung der neuen Firma Speck-Pumpen
Unternehmer Thomas Winter rettete 75 Arbeitsplätze in Hilpoltstein
Die Farbe Orange leuchtete spektakulär in der großen Halle – weiß gedeckte Tische mit Blick auf Hochregal und Maschinenteile. Mit Stolz begrüßte Unternehmer Thomas Winter rund 250 Geschäftspartner, Kunden und Lieferanten aus ganz Europa, Mitarbeiter und Freunde zu einem großen Fest mit Livemusik (Axel Prasuhn Trio), Spaßtheater (Improtheater Chamäleon) und kulinarischem Buffet.
Der Grund: das neue Firmengelände der Pumpenfabrik Hilpoltstein – gleich bei der Autobahnausfahrt Hilpoltstein – wurde offiziell eingeweiht und gesegnet. Ab 1. Januar trägt es dann offiziell den Namen „Speck-Pumpen“ mit dem Firmenlogo in Orange.
Thomas Winter ist Alleineigentümer der Winter.Group-Holding GmbH mit den Firmen Pumpenfabrik Hilpoltstein, Eisengießerei Kronach, Krauss Lüftungsbau und Krauss Management. Seit 2006 befindet sich auch das Unternehmen Speck Pumpen (gegründet 1909) im Besitz von Thomas Winter, der als geschäftsführender Gesellschafter die Firma Speck in Hilpoltstein weiterhin markt- und wachstumsorientiert leitet. „Made in Germany“ und höchste Qualität bleiben auch hierbei die entscheidenden Schlüsselfaktoren für eine stetige Umsatzsteigerung und Kundenzufriedenheit. Speck hat sich bis heute zu einem der führenden Spezialpumpenhersteller entwickelt, liefert in 70 Länder der Erde und zählt zu den führenden Unternehmen.
Als Thomas Winter das alte Fabrikgebäude übernahm, wollte er zuerst sanieren, hat sich dann aber aus wirtschaftlichen Gründen entschieden, neu zu bauen. Aber er hat die 75 Arbeitsplätze erhalten und hat aus einer insolventen Firma wieder eine weltweit solvente Firma gemacht. Thomas Winter: „Mit dem Bau haben wir uns sehr beeilt. Im Februar ging es los, im Oktober haben wir schon angefangen zu produzieren. Wir gehen ins neue Jahrhundert der Firmengeschichte und freuen uns, dass es mit Speck weiter geht.“
Neubau als Standortsicherung
Speck PumpenfabrikHilpoltstein jetzt im Gewerbegebiet an der Autobahn
Hilpoltstein (un) – Mit einem großen Einweihungsfest feierte die Speck Pumpenfabrik Hilpoltstein den Umzug von der Lohbachstraße ins Gewerbegebiet an der Autobahn bei Sindersdorf.
Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel (FDP) lobte Thomas Winter, den geschäftsführenden Gesellschafter und Eigentümer der Firma Speck in Hilpoltstein, der es zusammen mit dem Insolvenzverwalter Dr. Stefan Hoppermann geschafft habe, dass die Pumpenfabrik nach ihrer Insolvenz vor zweieinhalb Jahren inzwischen wieder schwarze Zahlen schreibe und sich weltweit zu einem der führenden Spezialpumpenhersteller entwickelt habe. Musikalisch umrahmt wurde die Einweihungsfeier durch das „Axel Prasuhn Trio“ aus Regensburg, das gediegenen Jazz spielte. Für die Unterhaltung sorgte auch das „Improtheater Chamäleon“ mit mehreren Kurzauftritten.
Zügig gearbeitet
Geschäftsführer Thomas Winter erklärte, dass er die Pumpenfirma in Hilpoltstein am 1. August 2006 übernommen, wieder aufgebaut und 75 Arbeitsplätze vor Ort geschaffen habe. „Wir wollten eine Standortsicherheit und haben uns für einen Neubau im Gewerbegebiet an der Autobahn entschieden. Der Bau ging sehr schnell voran und konnte innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen werden.“
Nach der Insolvenz der alten Pumpenfabrik in der Lohbachstraße 6 habe eine schlechte Stimmung geherrscht, berichtete der Geschäftsführer weiter. Inzwischen gebe es wieder sehr viele Kunden und Lieferanten, und die Pumpenfabrik Speck sei wieder ein zuverlässiger und wichtiger Arbeitgeber.
„Insolvenz kann auch einen Neuanfang bedeuten“, sagte Dr. Stefan Hoppermann als Vertreter der Insolvenzverwaltung. „Bei Speck Pumpen Hilpoltstein war der Neuanfang wie Phönix aus der Asche.“ Man habe es geschafft, dass keinem einzigen Arbeitnehmer gekündigt wurde. „Winter war sehr mutig, er hat eine hervorragende Bank und hervorragenden Berater gefunden.“
In einem riesengroßen Umfang sei neue investiert worden. „Es ist eine Symbiose gelungen, die ihresgleichen sucht.“
340000 Euro Zuschuss
Nach der kirchlichen Segnung des Neubaus der Pumpenfabrik durch Pater Amadeus berichtete die junge Staatssekretärin Katja Hessel, dass Thomas Winter einen Zuschuss von 360000 Euro beim Freistaat Bayern beantragt hatte; 340000 Euro seien bewilligt worden. „Solche Unternehmen wie Speckpumpen Hilpoltstein sind sehr wichtig, sie bringen den Freistaat weiter, auch in schlechten Zeiten“, meinte die 38-Jährige.
Großes Lob hatte Hessel auch für den Landkreis Roth mitgebracht. „Der Landkreis Roth hat die Arbeitslosenzahlen abgebaut, das ist vorbildlich“, lobte sie.
„Der Name Speckpumpen ist ein Qualitätszeichen im Landkreis und in der Region“, lobte Landrat Herbert Eckstein. Geschäftsführer Winter machte er ein großes Kompliment, weil dieser die Firma aus der Insolvenz geholt hatte. Es sei eine Gratwanderung, so Eckstein weiter, einen guten Insolvenzverwalter zu finden, er hatte gute Ideen und es ist gut gelungen.“
„Der Landkreis Roth hat nur wenig Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern, jedoch viele Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern“, berichtete der Landrat weiter, „wir haben eine Arbeitslosigkeit von 2,6 Prozent. Wenn die Autoindustrie hängt, dann hängen auch unser Zulieferer.“ Qualität setze sich dauerhaft durch, man könne im Mittelstand gut arbeiten. „Für eine große Krise ist viel Geld da, aber wenn ein kleiner Mittelständler hängt, ist kein Geld da“, kritisierte Herbert Eckstein. „Das kann es im Endeffekt nicht sein.“
Roy Norum aus Hvalstad bei Oslo, Norwegen, ein langjähriger Partner von Speck Pumpen und seit 25 Jahren der größte Kunde des Hilpoltsteiner Unternehmens, dankte der Firma Speck Pumpen für ihren Mut und beglückwünschte sie zum neuen Standort an der Autobahn. „Wir sind Marktführer“, sagte Norum. „Bei den Versorgungsschiffen der Ölindustrie fahren drei von vier Schiffen mit Speck-Pumpen. Dr. Christian Wetzel von der Raiffeisenbank Oberösterreich, die das 5,2 Millionen teuere Projekt mit finanziert hat, meinte, das die Firma Speck Pumpen weltweit einen sehr guten Namen habe.
| Quelle: Hilpoltsteiner-Kurier | Datum: 24. November 2008 |
"Neuanfang auf Schutt und Asche"
Speck weiht neuen Firmensitz ein
Hilpoltstein (HK) Die Speck-Pumpenfabrik hat ihr neues Domizil im Gewerbegebiet Sindersdorf eingeweiht. Damit ist das Schreckgespenst der Insolvenz, welches das Unternehmen vor zweieinhalb Jahren heimsuchte, endgültig vertrieben.
Im Jahre 2006 schien es für die Firma keine Zukunft mehr zu geben, erläuterte der damalige Insolvenzverwalter Werner Pöhlmann bei der Einweihungsfeier des neuen Gebäudes. Er habe damals „ein überschuldetes und handlungsfähiges Unternehmen“ vorgefunden. Dieser Zustand änderte sich, als sich mit Thomas Winter ein Investor fand, dem es mit viel Engagement und hohem Kapitaleinsatz gelang, eine Kehrtwende einzuleiten.
Das Ergebnis ist „ein riesengroßer Neuanfang auf Schutt und Asche“, schilderte Pöhlmann drastisch. Denn Winter trat die Flucht nach an: Er wies nicht nur dem Gerichtsvollzieher die Tür, sondern bewies durch den Umzug von der Lohbachstraße ins Gewerbegebiet Sindersdorf unternehmerisches Geschick und Investitionsbereitschaft.
11000 Quadratmeter umfasst das neue Firmengelände, dessen Kernstück das neue Firmengebäude mit 4000 Quadratmetern bildet. Ein Fünftel davon beansprucht die Verwaltung, die für die Speck-Pumpenfabrik Hilpoltstein mit Niederlassungen in 27 Ländern ein wesentliches Element des Unternehmens darstellt.
In diesen Dimensionen kostet ein Bau nicht zur Zeit, sondern auch viel Geld und so musste alles zügig vonstatten gehen. „Wir waren sportlich unterwegs“, erklärte Winter bei der Einweihungsfeier. Er meinte damit nicht nur die zwei Jahre, die es brauchte, um aus der Insolvenz einen Neuanfang werden zu lassen, sondern auch das gute halbe Jahr vom ersten Spatenstich im April bis zur Fertigstellung des Neubaus im Oktober diesen Jahres. Er habe sich bewusst für den Erhalt des Standortes Hilpoltstein entschieden, so Winter. Mit dem Standort blieben auch die Arbeitsplätze erhalten, die in den letzten beiden Jahren sogar auf 75 Plätze aufgestockt wurden.
„Wir haben nicht nur saniert, sondern in die Zukunft investiert“, so Winters Fazit nach nunmehr komplett erfolgtem Umzug in die neuen Räume. Den Neubau samt technischer Finessen stellte Architekt Michael Flierl bei der Einweihungsfeier vor. Zum neuen Domizil gab es Glückwünsche von allen Seiten. Etwa von Bayerns neuer Wirtschaftssekretärin Katja Hessel, die betonte: „Unternehmer wie Winter bringen Bayern weiter“. Der Freistaat selbst hat dessen Ärmelhochkrempeln mit einer Förderung von 340000 Euro belohnt. Insgesamt schlug der Neubau mit 5,2 Millionen Euro zu Buche. Als Kreditgeber fand sich die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, für deren Zusage letztlich der gute Name des Unternehmens ausschlaggebend gewesen sei, wie ein Vertreter der Bank betonte. Doch auch eine gute Portion Eigenkapital steckt in dem Neubau.
Diesen umzusetzen, brauchte es gehörigen unternehmerischen Mut, den zur Einweihung auch Bundestagsabgeordnete Marina Schuster, Hilpoltsteins Bürgermeister Markus Mahl und Landrat Herbert Eckstein würdigten. Speck-Pumpen seien schon immer „ein Qualitätszeichen der gesamten Region“ gewesen, betonte Eckstein. Doch auch die besten Produkte brauchen gute Geschäftsideen, um Abnehmer zu finden. Eine unternehmerische Leistung, die die Politik nicht leisten könne, die Winter aber erbracht habe.
Auch einen der besten Speck-Kunden ließ Thomas Bärthlein vom oberpfälzer Fernsehsender OTV als Moderator des Abends zu Wort kommen: Roy Norum, seines Zeichens geschäftsführender Präsident der norwegischen „Marine group“, ein Speck-Partner seit 25 Jahren, der sich - um das technische Innenleben der Versorgungsschiffe der Ölindustrie kümmert - und hierin Weltmarktführer ist. „Drei von vier Schiffen weltweit fahren mit Speck-Pumpen“, machte Norum die Bedeutung des Hilpoltsteiner Unternehmens deutlich. Auch Winter setzt verstärkt auf die Kooperation auf dem Energiesektor. „Das ist ein Nischemarkt mit gewaltigem Wachstum“, betonte er. Deswegen sei er auch trotz der hereinbrechenden Wirtschaftskrise zuversichtlich. „Wir werden wohl an der Krise vorbeischrammen“, so Winter. So werde es zwar einige Ausfälle geben, „aber die lassen sich verschmerzen“.
| Quelle: Hilpoltsteiner-Zeitung | Datum: 26. April 2008 |
Speck räumt Steine aus dem Weg
Ersten Spatenstich für die Pumpenfabrik im Gewerbegebiet Sindersdorf
Hilpoltstein (car) – „Es geht Schlag auf Schlag“, stellte der stellvertretende Landrat Ottto Heiß gestern Vormittag fest. Zum zweiten Spatenstich innerhalb von zwei Monaten traf man sich im Sindersdorfer Gewerbegebiet. Diesmal lud die Hilpoltsteiner Pumpenfabrik ein: auf 4000 Quadratmetern entsteht der Neubau des Firmensitzes – und es werden weitere Firmen folgen, versprach Bürgermeister Neuweg.
Wie sich die Zeiten ändern: Erst vor knapp zwei Jahren hatte die Hilpoltsteiner Firma Speck Pumpen Insolvenz angemeldet. Doch nachdem der Amberger Unternehmer Thomas Winter mit seiner Winter-Group den Betrieb übernommen hatte, ging es wieder steil nach oben. So steil, dass der Platz für den Pumpenhersteller in Hilpoltstein zu knapp wurde. Die Mitarbeiterzahl ist seit der Übernahme von 65 auf 75 gestiegen, „und es können täglich mehr werden“, sagt Winter. Aber dazu braucht die Fabrik mehr Platz und will dringend umziehen.
Deshalb hat Winter Ende des vergangenen Jahres die Pläne für einen Neubau im Sindersdorfer Gewerbegebiet eingereicht – gestern hielten er, sein Vater und Firmensenior Helmut Winter, Bürgermeister Helmut Neuweg, Landratsstellvertreter Otto Heiß, Architekt Michael Flierl sowie Finanzier Christian Wenzel und Projektmanager Harald Deichl schon die ersten Spaten in der Hand.
Entstehen wird auf der insgesamt 11000 Quadratmeter großen Fläche bis Oktober ein neuer Produktionstrakt mit 800 Quadratmeter Bürofläche. Damit vergrößert sich, so Winter, die Produktionskapazität um 30 bis 40 Prozent. Die Größe wird, so Winter, für die nächsten vier bis fünf Jahre und bis zu 100 Mitarbeiter gut ausreichen. Und für weitere Expansionen ist vorgesorgt: die Pumpenfabrik Hilpoltstein könnte sich auf insgesamt 27000 Quadratmeter ausdehnen, dafür hat die Winter-Group die Kaufoption. Ausgegeben werden für den Umzug, der bis Ende November über die Bühne gehen soll, rund 4,5 Millionen Euro. Mit dem Kauf von neuen Maschinen steigt die Investitionssumme auf 5,2 Millionen, berichtete der Amberger Unternehmer.
„Ein bewegender Tag“, attestierte Otto Heiß auch der Stadt Hilpoltstein und Bürgermeister Neuweg, der in seinen letzten Amtstagen noch den Erfolg seiner Gespräche erleben dürfe. Als sportlich erlebe nicht nur die Hilpoltsteiner Pumpenfabrik, die dynamisch und fit in die Zukunft gehe und Steine aus dem Weg räume, sondern auch Landkreis, der dem Unternehmen innerhalb von neuen Tagen die erforderlichen Baugenehmigungen ausgestellt habe.
Die Dynamik von Thomas Winter betont und bewundert auch der Bürgermeister. Nach dem wirtschaftlichen Tiefpunkt von zweieinhalb Jahren habe dieser „Glücksfall für Hilpoltstein „ gemeinsam mit „unkonventionellen Initiativen“ der Stadt dafür gesorgt, dass hier ein Quantensprung“ gelungen ist. Auf dem alten Firmen-Areal entstehen Wohnungen.
Mit dem Zuzug ins Gewerbegebiet ist es damit nicht vorbei, kündigt Neuweg and: das Hotel im Gewerbegebiet will im Sommer bereits eröffnen, der Umzug der Firma Maas & Roos ins Gewerbegebiet steht auch bevor. „ Und dann ist schon bald kein Platz mehr“. Wie die Zeiten sich ändern.
| Quelle: Hilpoltsteiner-Kurier | Datum: 25. April 2008 |
Ran an den Speck: Neubau in Rekordzeit
Bereits Ende November soll die Produktion der Firma Speck-Pumpen am neuen Standort laufen / Gute Auftragslage
Hilpoltstein (HK) 5,2 Millionen Euro investiert die Winter-Group in den neuen Standort der Hilpoltsteiner Firma Speck-Pumpen. Am Freitag war der Spatenstich und bereits Ende November will Investor Thomas Winter mit der kompletten Firma umgezogen sein.
Vor und zweieinhalb Jahren stand Speck-Pumpen vor dem Aus. Doch die Firma wächst seit dem Engagement der Winter-Group in rasendem Tempo: „ Unsere Auftragslage ist gut“, sagt Investor Thomas Winter. „Wir bräuchten noch mehr Mitarbeiter, doch wir bringen sie an dem alten Standort nicht unter.“
Mit 65 Mitarbeitern hat Winter die Firma Speck-Pumpen übernommen, er beschäftigt derzeit 75. Weitere fünf Neueinstellungen sind noch bis zum Umzug geplant – Tendenz steigend. „An dem neuen Standort können wir mit bis zu 100 Leuten arbeiten, wenn das nicht reicht, müssen wir eben noch mal anbauen.“
Rund 3200 Quadratmeter Produktionsfläche entstehen im Gewerbegebiet und noch mal 800 Quadratmeter für Büros. In dem neuen Gebäude steht damit 30 bis 40 Prozent mehr Fläche zur Verfügung, als in den Hallen auf dem reichlich verwinkelt bebauten bisherigen Gelände in der Lohbachstraße.
Rund 11000 Quadratmeter umfasst das neue Grundstück, doch die Winter-Group hat sich bereits die Option auf weitere 27000 Quadratmeter gesichert. „Wenn wir so weiter wachsen, wie in den vergangenen zweieinhalb Jahren, dann reicht der derzeitige Standort nur für drei bis fünf Jahre.“
ETAPPENZIEL ERREICHT
„Winter ist ein junges und sportliches Unternehmen, das jetzt sein erstes Etappenziel erreicht hat“, sagt stellvertretender Landrat Otto Heiß. Und betont bei dieser Gelegenheit, dass auch das Landratsamt außerordentlich sportlich gewesen sei: „Der Plan wurde am 21. September vergangenen Jahres eingereicht, am 5. Dezember waren alle nötigen Unterlagen zusammen und nur neun Tage später haben wir alles genehmigt.“
Genauso schnell wie es weitergeht. „Der Bau soll im Oktober stehen und bereits Ende November soll die gesamte Produktion hier laufen“, betont Thomas Winter.
Das Gebäude kostet rund 4,5 Million Euro, doch das Investitionsvolumen steigt unter anderem durch neue Maschinen auf derzeitig geschätzte 5,4 Millionen Euro.
„Wir haben gedacht, Speck geht über den Jordan – doch die Pumpenfabrik lebt!“, sagt Bürgermeister Helmut Neuweg und lobt die „eindrucksvolle Pionierarbeit“.
“Ja vor zweieinhalb Jahren hatten wir Schwierigkeiten“, sagt Thomas Winter. „Doch die Rettung ist gelungen, wir haben Arbeitsplätze geschaffen und wir werden so weitermachen.“
| Quelle: Hilpoltsteiner Zeitung | Datum: Dezember 2007 |
Auf Expansionskurs
Speck sowie Maas und Roos wandern ins Gewerbegebiet
Sindersdorf ab
Hilpoltstein (HK) Das Hilpoltsteiner Baugebiet an der Autobahn füllt sich. Bei seiner Sitzung am Donnerstag hat der Stadtrat die Bauvorhaben der Firmen Speck sowie Maas und Roos auf den Weg gebracht. Inklusive Optionen werden 55 000 Quadratmeter verplant.
Die jüngste Geschichte der Hilpoltsteiner Firma Speck hat fast märchenhafte Züge. Noch vor zwei Jahren stand das Unternehmen nach 96 Jahren vor dem Aus – Insolvenz lautete das harte Urteil. Doch dann kam der Unternehmer Thomas Winter. Er führte Speck nicht nur aus der Insolvenz, sondern schnellstmöglich zurück in die Gewinnspur. Nach eineinhalb Jahren unter Winters Führung hat der Betrieb nicht nur zehn Mitarbeiter mehr, sondern seinen Umsatz im Vergleich zu 2005 und 2006 um rund 30 Prozent gesteigert. Hergestellt werden bei Speck nach wie vor Pumpen, von der einfachen Schmutzwasserpumpe bis zu komplizierten Versorgungs- und Löschsystemen von Ölplattformen oder Hochhäusern.
„Wir haben turbulente Zeiten hinter uns“, sagt Firmenbevollmächtigter Axel Wilke. Vieles sei mit Schwierigkeiten behaftet gewesen. „Aber es war spannend und die Substanz der Firma gut.“ Heute habe man mit nahezu gleicher Mannschaft und gleichem Maschinenpark einen erheblich höheren Output. Rund neun Millionen Euro habe man umgesetzt. „Wir werden jetzt aber nicht aufhören und stehen bleiben.“
Im August hat Speck daher beantragt, im Gewerbegebiet ein rund 11 000 Quadratmeter großes Areal zu bebauen. Dazu gibt es die Option auf weitere 16 000 Quadratmeter. Man wolle ja auch in Zukunft wachsen, sagt Firmenchef Winter. Allerdings könne er sich auch vorstellen, dass ein anderes Unternehmen der Wintergruppe in das Gewerbegebiet gehe. Ende Februar ist Baubeginn, eingezogen wird zwischen dem 15. August und dem 15. September.
Rund 4,5 Millionen Euro wird das Unternehmen in den Neubau investieren. Wäre man in der Lohbachstraße geblieben, hätte man den Umbau auch billiger haben können, allerdings nur auf kurze Sicht. Denn eine weitere Expandierung wäre auf dem verschachtelten Gelände nicht möglich gewesen. Zudem hätten ihm die Architekten zu verstehen gegeben, dass eine Ordnung der innerbetrieblichen Produktionsprozesse am alten Standort alles andere als einfach gewesen wäre, erklärt Winter. Zurzeit habe das Unternehmen sechs Lager. „Es ist ein ständiges Hin- und Herfahren.“ Künftig gebe es nur noch ein Lager. Investiert habe Speck aber auch in seine Mitarbeiter, sagt Wilke. So habe man den Lohn um drei Prozent erhöht, zahle wieder ein Urlaubsgeld und es gebe eine Jahresendgratifikation. Auch die Arbeitszeit sei von 37,5 auf 40 Stunden hoch, bei vollem Lohnausgleich. So hätten die Mitarbeiter am Ende 16,5 Prozent mehr Lohn im Geldbeutel. „Das können wir aber nicht jedes Jahr machen.“
Am Speckerfolg teil nimmt auch die Stadt Hilpoltstein. Zum einen bekommt sie ein gut wachsendes Traditionsunternehmen für ihr Gewerbegebiet und zum anderen ein wunderbares Wohnbaugebiet in unmittelbarer Nähe zum Ortskern. 30 Einfamilienhäuser sollen dort gebaut werden. „Da wollen wir mit der Stadt gemeinsam eine Lösung finden“, sagt Winter. Aber nicht vor 2009, denn auch nach dem Umzug will Speck das Gelände noch geraume Zeit nutzen. „Wir wollen nichts überstürzen.“
Noch etwas langfristiger sind die Pläne des Leuchtmittelproduzenten Maas und Roos. Der will in Sindersdorf laut Bürgermeister Helmut Neuweg auf rund 10 000 Quadratmetern bauen und weitere 18 000 optionieren. „Als erstes geht die LED-Produktion raus.“ Baubeginn sei ebenfalls im Frühjahr. Langfristig wolle man innerhalb der nächsten fünf Jahre den gesamten Betrieb verlagern. „Und die Lohbachstraße ebenfalls verlassen.“
Damit ist im Übrigen das Gewerbegebiet an der Autobahn bei Sindersdorf nahezu ausgebucht. Lediglich 50 000 Quadratmeter sind noch frei. „Und da tut sich auch schon was“, sagt Helmut Neuweg. Wer hätte das noch vor zwei Jahren gedacht?
| Quelle: Hilpoltsteiner Zeitung | Datum: Samstag, 22. Dezember 2007 |
Wie Phönix aus der Asche
Speck-Pumpen nach Insolvenz auf Erfolgskurs
Auch Maas & Roos siedelt um
Hilpoltstein (hr) – Das Gesicht der Lohbachstraße in Hilpoltstein wird sich in den nächsten Jahren drastisch verändern. Sowohl Speck-Pumpen als auch Maas & Roos werden diesen Standort verlassen und ins Gewerbegebiet an der Autobahn bei Sindersdorf wechseln.
Option auf Erweiterung
Auf einem 11 000 Quadratmeter großen Areal – mit einer Option auf 27 000 Quadratmeter – will Speck-Pumpen nach Auskunft von Unternehmens-Chef Thomas Winter den Aufwärtstrend fortsetzen, der sich knapp zwei Jahre nach der Insolvenz der Hilpoltsteiner Traditionsfirma abgezeichnet hat. Baubeginn für das 4,5 Millionen-Euro-Projekt soll – sofern es die Witterungsbedingungen zulassen – bereits Anfang Februar 2008 sein. Der komplette Umzug von Speck-Pumpen soll nach Auskunft Winters zwischen 15. August und 15. September 2008 über die Bühne gehen.
Winter geht davon aus, die Produktion am neuen Standort im Spätsommer 2008 mit 75 Mitarbeitern zu starten. Sollte sich die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin so positiv gestalten, könnte man den Personalstamm auf bis zu 100 Mitarbeiter aufstocken und auch die Produktionsstätten dank der Optionsflächen erweitern. Der wirtschaftliche Aufschwung des Unternehmens habe sich somit auch in der Erhöhung des Personals niedergeschlagen. Mit rund 60 Angestellten habe man 2006 das – im Nachhinein sehr erfolgreiche - Unterfangen Unternehmenssanierung in Angriff genommen. Axel Wilke, leitender Angestellter des Hilpoltsteiner Betriebs, kann hinsichtlich des wirtschaftlichen Aufschwungs mit Zahlen aufwarten. So habe man 2006 eine Umsatzsteigerung von 30 Prozent erreicht. Den Umsatz für dieses Jahr bezifferte er auf neun Millionen Euro.
Effizienteres Arbeiten
Der wirtschaftliche Aufschwung des Unternehmens sei nach den Worten Winters letztlich auch ausschlaggebend für die Entscheidung zum Standortwechsel gewesen. Um effizienteres Arbeiten zu ermöglichen, müsse ein „besserer Zulauf der einzelnen Komponenten“ (Winter) ermöglicht werden. Dies sei auf dem 16 000 Quadratmeter umfassenden alten Areal nicht mehr möglich gewesen.
Winter betonte aber auch, dass hinsichtlich des Projekts „Wohnsiedlung am Lohbach“ bis Ende 2008 nichts passieren wird. In Kooperation mit der Stadt Hilpoltstein wolle man nach einer vernünftigen Lösung suchen. Vor 2009 werde man in dieser Hinsicht allerdings nicht aktiv.
30 Doppelhaushälften
Bis dato sei vorgesehen, auf dem Speck-Pumpen-Gelände zirka 30 Doppelhaushälften zu bauen. Dass sich an dieser dichten Bebauung, die vor allem der SPD-Fraktion sauer aufstieß, etwas ändert, schließt Winter aus. Das Projekt müsse sich auch rechnen.
Maas & Roos werde, so Bürgermeister Neuweg, in einem Zeitraum von maximal fünf Jahren die Stadt Richtung Gewerbegebiet an der A9 verlassen. Schon nächstes Jahr soll eine der Produktionslinien auf einem 10 000 Quadratmeter großen Grundstück angesiedelt werden. Baubeginn werde auch hier Februar 2008 sein. Maas & Roos habe ebenfalls die Option auf eine Erweiterung der Produktionsstätten auf 18 000 Quadratmeter.
| Quelle: Hilpoltsteiner Zeitung | Datum: Freitag, 29. Dezember 2006 |
SCHWARZE ZAHLEN
Bei Speck Pumpen in Hilpoltstein geht es aufwärts
Thomas Winter zieht einen ungewöhnlichen Vergleich: "Wir sind sehr sportlich", sagt er in Bezug auf seine Firma. Thomas Winter ist seit fünf Monaten Alleininhaber und Geschäftsführer der Pumpenfabrik Hilpoltstein, die bald wieder Speck Pumpen heißen wird.
HILPOLTSTEIN (car) - Seit 1. August gehört der Betrieb, der im Februar 2006 Insolvenz angemeldet hatte, dem 39 Jahre alten drahtigen Betriebswirt. Nach Monaten zwischen Hoffen und Bangen, in denen Insolvenzverwalter Dr. Werner Pöhlmann das 97 Jahre alte Traditionsunternehmen unter seine Fittiche genommen hatte, kaufte Winter die Immobilie, später auch die GmbH und übernahm die Firma mit allen Angestellten.
Die Pumpenfabrik ist damit Teil der Winter-Group mit Lüftungsbaubetrieben in Langenzenn, Fürth und Sulzbach-Rosenberg sowie einer Gießerei in Kronach. Winter selbst versprach damals der von 80 auf gut 60 Mitarbeiter reduzierten Belegschaft des insolventen Unternehmens:"In einem Jahr schreiben wir schwarze Zahlen."
Urlaubsgeld
Fünf Monate dieses Jahres sind vorbei. Die Pumpenfabrik Hilpoltstein schreibt bereits schwarze Zahlen. Drei neue Mitarbeiter wurden eingestellt, fünf weitere sollen folgen. Ab sofort wird wieder Urlaubsgeld bezahlt, "das hat es schon viele Jahre nicht mehr gegeben."
Zu verdanken habe man diese Geschwindigkeit den gut motivierten Mitarbeitern und den treuen Kunden, lobt der Inhaber und Geschäftsführer ausdrücklich.
Dazu kommt aber das, was Winter etwas bescheiden "sportlich" nennt: Gleichzeitig mit der Übernahme wurde schnell und effektiv modernisiert und umstrukturiert. Eine neue Software ist gerade in der Einarbeitungs- und Erprobungsphase. An der Entwicklung einer neuen Pumpe wird fieberhaft gearbeitet, so dass das Produkt nach drei Monaten Enwicklungszeit verkaufsfertig ist.
Gleichzeitig schaut sich Winter die Lieferanten ganz genau an und wird wohl ein Drittel von ihnen verabschieden. Die Regelung, dass ein Insolventer Betrieb Vorkasse leisten muss, gelte jetzt nicht mehr - nach fünf Monaten ist die Schonfrist abgelaufen." Selbstbewusst setzt der Speck-Pumpen-Chef hinzu: "Das machen wir nicht mehr mit, dazu sind wir zu sehr wachstumsorientiert."
Mit der Übernahme der Firma bewege sich als nicht nur etwas, sondern viele Dinge gleichzeitig. Dazu kommt laut Winter, dass Speck Pumpen seine Kunden auf dem internationalen Wachstumsmarkt habe. "Energie und Logistik sind die großen internationalen Stützen", sagt der Betriebswirt. Im Schiffsbau und in der Ölindustrie, zum Beispiel für Off-Shore-Plattformen, sind die hochspezialisierten Kreiselpumpen des Hilpoltsteiner Traditionsunternehmens begehrte und wichtige Teile.
Das war für Winter auch ein wesentlicher Grund für die Firmenübernahme: "Die Speck-Pumpen sind seit Jahren als hochwertiges Produkt bekannt. Ich habe an dieses Produkt geglaubt und wusste, dass die Firma ein hohes Potenzial hat, schnell wieder in den profitablen Bereich zurückzukehren." Dass es damit noch schneller ging als erhofft, freut ihn einfach. Aber es ist nicht nur der sportliche Ehrgeiz, der den erfolgreichen Unternehmer beflügelt. Der Betrieb, der in gut zwei Jahren seinen 100. Geburtstag feiern kann, bedeute ihm etwas.
"Ich will die Firma nicht wieder verkaufen", hat er den Spekulationen skeptischer Mitarbeiter von Anfang an entgegengehalten. Noch keinen seiner insgesamt sechs Betriebe, mit denen er seit elf Jahren Erfolgsgeschichte schreibt, hat er verkauft.
So auch in Hilpoltstein: "Ich will hier Standortsicherung betreiben und den Betrieb weiter ausbauen."
| Quelle: Hilpoltsteiner Zeitung | Datum: Juli 2006 |
FIRMA GERETTET
Speck Pumpen in Hilpoltstein haben einen neuen Besitzer
HILPOLTSTEIN (hiz) - Die Belegschaft der alt eingesessenen Firma Speck Pumpen in Hilpoltstein kann aufatmen. Die Zukunft des Betriebes, der vor Wochen Insolvenz angemeldet hatte (wir berichteten), ist gesichert.
Die Speck Pumpen Daniel Speck und Söhne GmbH hat einen neuen Besitzer. Das Hilpoltsteiner Traditionsunternehmen wurde von Thomas Winter, einem erfolgreichen Unternehmer, übernommen.
Wie Insolvenzverwalter Dr. Werner Pöhlmann gestern Nachmittag mitteilte, konnte mit dieser Übernahme der Standort Hilpoltstein erhalten werden. Damit sei es nun möglich, die Arbeitsplätze langfristig zu sichern.
Er zeigte sich erleichtert, mit Thomas Winter einen "verlässlichen Partner mit dem nötigen unternehmerischen Weitblick gefunden zu haben", heißt es in der Pressemitteilung des Insolvenzverwalters. Der 38-jährige Unternehmer leitet als Gesellschafter und Prokurist seit elf Jahren die Krauss Lüftungsbau GmbH in Langenzenn. Auch diesen Betrieb habe Winter übernommen.
Es sei laut Pöhlmann Winter nicht nur gelungen, den Betrieb zu erhalten und in kürzester Zeit wieder in die Gewinnzone zu bringen; mit viel unternehmerischem Geschick war es diesem auch möglich, alte Geschäftsfelder auszubauen und neue dazu zu gewinnen. Insbesondere gelang es internationale Absatzmärkte zu erschließen. Der Personalbestand hat sich in dieser Zeit erweitert.
Qualität bleibt erhalten
Die Mitarbeiter der Speck Pumpen-Werkes in Hilpoltstein könne daher genauso optimistisch in die Zukunft blicken wie die Abnehmer der Produkte des Traditionsunternehmens, versichert der Insolvenzverwalter. Auch in Hilpoltstein werde alles dafür getan, den hohen qualitativen Standard der Speck Pumpen aufrecht zu erhalten und das internationale Geschäftsfeld auszubauen.
Pöhlmann ist davon überzeugt, das Unternehmen, das nach dem im Rahmen des Verfahrens erstellten Gutachten nicht überschuldet war, in gute und verantwortungsvolle Hände gegeben zu haben.
| Quelle: Hilpoltsteiner Zeitung | Datum: August 2006 |
SUPER LÖSUNG
Thomas Winter übernimmt Speck Pumpen
HILPOLTSTEIN (HK) - Dieter Saalfelder, Betriebsratsvorsitzender von Speck Pumpen, ist mehr als erleichtert. "Das ist eine super Lösung. Wichtig ist, dass der Betrieb wieder in festen Händen und die Zeit der Unsicherheit vorbei ist."
Denn nach vier Monaten Insolvenzverfahren hat gestern die neue Firma, Speck Pumpen Hilpoltstein GmbH, ihre Geschäfte aufgenommen. "Ich hoffe, dass wir in sehr kurzer Zeit in die Gewinnzone zurückkehren werden", sagt der neue Eigentümer Thomas Winter. Bereits in einem Jahr will Winter schwarze Zahlen schreiben.
Standort sichern
Der 38-jährige Unternehmer aus Langenzenn ist geschäftsführender Gesellschafter und hat vor elf Jahren eine Lüftungsbaufirma in der Region übernommen und wieder auf Erfolgskurs gebracht. Die Firma expandierte sogar.
Mit Speck Pumpen in Hilpoltstein hat sich Winter ähnliche Ziele gesteckt. "Wir werden versuchen, dass wir ausgestellte Mitarbeiter wieder einstellen, wenn sich die weltweite Konjunktur positiv entwickelt", sagt Thomas Winter. Lohneinbußen müsse niemand befürchten. Derzeit sind in Hilpoltstein 65 Mitarbeiter beschäftigt. Während des viermonatigen Insolvenzverfahrens wurden 17 Angestellte entlassen, einige haben gekündigt. "Die Produktivität hat das nicht geschwächt", sagt Winter, der den Standort Hilpoltstein dauerhaft sichern will. "Ich habe die Immobilie mitgekauft. Da steckt viel Eigenkapital drin."
"Produkt war nie schlecht"
Nicht nur deshalb ist Winter überzeugt, dass der Neustart gelingt. "Das Produkt war nie schlecht", sagt der neue Geschäftsführer. Deshalb werde man die gleichen Pumpen produzieren, wie die Vorgängerfirma. Verfehlungen habe es allerdings im Management und im kaufmännischen Bereich gegeben. Dennoch sei die Firma nie überschuldet gewesen. Zudem seien alle Kunden Speck Pumpen treu geblieben. Ein Stamm, auf den sich aufbauen lasse.
Insolvenz vergessen
Jetzt will Winter die Zeit der Insolvenz schnell vergessen machen. Er gehe davon aus, dass jeder Mitarbeiter seine Teil dazu beitragen werde. Es gehe darum, ein Wir-Gefühl zu erreichen. Durch das Insolvenzverfahren sei die Belegschaft bereits zusammengeschweißt worden.
Albin Hannich, ehemaliger Geschäftsführer und jetziger Betriebsleiter, macht neuen Schwung in der Belegschaft aus: "Die Unsicherheit ist weg. Das wird die meisten motivieren." Davon geht auch Betriebsratsvorsitzender Dieter Saalfelder aus: "Wir hoffen, dass die Stimmung besser wird - und dann natürlich auch die Zahlen. Sonst nützt die ganze Stimmung nichts."
Bürgermeister Helmut Neuweg ist erleichtert: "Es ist eine große Freude, dass der Betrieb erhalten werden kann." Die Verwaltung habe den Ablauf des Insolvenzverfahrens so weit wie möglich erleichtert und die Stadt habe bei der Gewerbesteuer still gehalten. "Es hat sich rentiert, ruhig zu bleiben und nicht gleich den Gerichtsvollzieher zu schicken."